[DEUTSCH] Schülerinnen-Podcasts im Unterricht mit Homo faber

Der Schwerpunkt der ersten Aufgaben im Deutschabitur liegt auf einer vergleichenden Betrachtung eines Themenkomplexes wie “Schuld”, “Tod” oder “Paarbeziehungen” bei zwei oder drei der verpflichtenden Ganzschriften. Die Ergebnissicherung für die Durchdringung eines solchen Themenkomplexes bei der Lektüre im Unterricht geschieht gerne über Tabellen oder grafisch strukturierte Schaubilder (Sketchnotes?). So hat man einen schnellen Überblick, wenn man für die Klausur oder die Prüfung seine Textkenntnis noch einmal auffrischen will.
Die Entwicklung eines solchen Themas aus einem sequentiellen Medium wie einem Roman oder Drama in ein simultanes (Tabelle, Sketchnote) zu überführen erfordert dabei ein hohes Abstraktionsniveau. Dies kann zu einer vertieften kognitiven Auseinandersetzung führen – allerdings nicht, wenn die grafische Ausarbeitung von der Lehrperson oder einem Arbeitsblatt vorgegeben ist. Außerdem bereitet den Schülerinnen meiner Erfahrung nach die Rückübersetzung des Themas in einen (wiederum sequentiellen) Aufsatztext oft große Schwierigkeiten.  Der Nutzen solcher Zusammenfassung mag also nicht so groß sein, wie zunächst angenommen.
Ich habe in diesem Schuljahr mit meinem Deutschkurs als Ergebnissicherung ein sequentielles Medium gewählt: Podcasts. Nach einer 12-stündigen Unterrichtssequenz zu Max Frischs Homo faber gab es noch einmal 4 Stunden für die Erstellung eines thematischen Podcasts in Zweiergruppen. Die Ergebnissen wurden auf Audioboom allen zu Verfügung gestellt.
Die Podcasts sind qualitativ durchaus unterschiedlich – in der analytischen Tiefe und im Abstraktionsniveau. Dennoch bin ich mit der Methode recht glücklich. In einem Reflexionsbogen am Ende der Unterrichtseinheit gab über 90% der Klasse an, durch die Arbeit an den Podcasts dazugelernt zu haben.
Übrigens ist die Klasse keine digitale Leuchturmgruppe. Wir haben schlicht mit den Endgeräten der Schülerinnen und (für den Upload der Podcasts) den heimischen WLANs gearbeitet.
Hier ist der Arbeitsauftrag, der das Unterrichtsszenario genau beschreibt. Ich habe ihn den Schülerinnnen über ein Padlet zur Verfügung gestellt:

Made with Padlet

 

Die fertigen Podcasts gibt es auf meinem Audioboom-Kanal zu bestaunen:

[ENGLISH] Questions on a text – the sketchnote way

Working with questions on a text found in any coursebook is a dreary business. They are supposed to check the students’ understanding of the aforementioned text and make them work and engage with it. The problem is, well, they don’t. In reality these questions are the pinnacle of pseudo-learning.
Are they a viable way of checking your understanding of a text? Not really, as the nit-picking little buggers only ask for certain details. It is quite possible to have answered most of them correctly and still not have a grasp on the movements of the text, the way it develops its ideas.
Do they make students engage with the text? Only in a very narrow sense as they promote a way of working with the texts that efficiently scans for the answers and fades out everything else.
The worst aspect about this type of questions is that they obstruct any real interest in what the text offers. Any real sense of curiosity is stifled from the onset and makes way for a dull fulfilling of answering duties.
This is why I love alternative ways of “checking your understanding”. Have the students create their own sets of questions based on their interests and expectations of the text – a method that I outlined here.
Another great method is letting students create a sketchnote of the text. This way they have to not only go on a hunt for nit-picking details but also include the broader structure of the text, its purpose, the way its ideas are inter-connected and developed. Best of all, the students create a visual representation of the text that they can use to revisit the contents of the text easily.
A rather obvious example of this method is creating a timeline from a text that covers a sequence of historical events. Below you find two examples of such timelines that my students created from two texts about the history of the British Empire that could be found in our coursebook. At a later stage the students used their timelines as a visual aid for an oral presentation.

IMG_0537

FullSizeRender

Digital trifft analog im Leseförderprojekt

Seit 2 Jahren gibt es bei uns im Schulhaus an verschiedenen Orten Bücherregale und Büchertische, wo sich Schülerinnen jederzeit und spontan Bücher mitnehmen und ausleihen können. Sind die Bücher ausgelesen, werden sie einfach wieder zurückgestellt.

IMG_0553

Ziel dieses Leseförderprojektes mit dem Namen “Leseräume” ist es, Bücher so leicht wie möglich zugänglich zu machen (keine Ausleihscheine o.Ä.), den Schülerinnen Vertrauen zu zeigen (keine Kontrolle) und den Lebensraum Schule mit Lesestoff zu füllen.

Mittlerweile ist unser Projekt auch in die digitale Welt gewachsen. Zwei Schülerinnen aus meinem Deutschkurs betreiben im Rahmen eines persönlichen Schreibprojektes seit einem Schuljahr einen Blog, auf dem sie Bücher und Buchverfilmungen besprechen: Fictionalinspirations. Auch die Schülerinnen unserer AG “English Book Club” schreiben seit ein paar Monaten Buchbesprechungen auf der Seite Drostebookclub.

Was lag näher, als die Rezensionen der Schülerinnen per QR-Code auf den Buch-Covern allen durch die Bücherregale Stöbernden zugänglich zu machen.

Die QR-Code-Verlinkung auf die jeweiligen Blogs sorgt so nicht nur für einen Mehrwert bei den Leserinnen des Bücherprojektes, sondern öffnet die Schülerinnen-Blogs auch einem authentischen Publikum: Eine Win-win-Situation.

IMG_0554.PNG

 

[DEUTSCH] Unterrichtssequenz zur Verständlichkeit von Nachrichten

Hier ist eine kurze Unterrichtssequenz zur Sprachbetrachtung anhand der Verständlichkeit von Nachrichtentexten. Sie eignet sich für Computer-/Tabletklassen, da sie den Gebrauch von Online-Tools und Apps voraussetzt.

Der Einstieg in die Unterrichtssequenz erfolgt über die Frage, was hinter der Seite http://www.nachrichtenleicht.de steckt. Die SuS verschaffen sich mithilfe ihres Webbrowsers kurz einen Überblick und finden heraus, dass auf der Seite “leicht verständliche” Nachrichten veröffentlicht werden. Dies führt zur zentralen Fragestellung der Unterrichtssequenz: Welche Eigenschaften machen einen Text leicht oder schwer verständlich?

Die Unterrichtssequenz ist auf 6 Schulstunden ausgelegt. In der ersten Hälfte der Sequenz wird analytisch, in der zweiten Hälfte produktiv gearbeitet. Arbeitsauftrag und Infomaterial werden über ein Padlet zur Verfügung gestellt:

Made with Padlet

Hier findet ihr ein Schülerinnenergebnis für den ersten Aufgabenteil als Beispiel.